Interessantes und Verwandtes rund um den 1.Mai

Die Walpurgisnacht ? die Nacht der tanzenden Hexen

Die Walpurgisnacht oder die Nacht der tanzenden Hexen!

 

Diese Nacht fällt jedes Jahr fix auf die Nacht vom 30.April zum 1.Mai. Es ist der Vorabend des Namensfestes der hl. Walburga. Walburga soll jedoch mit diesem Brauch selbst nichts gemein haben! Es ist die Nacht, in der sich nach altem Volksglauben, die Hexen zum Tanz treffen.

 

Wenn in der Walpurgisnacht mit geweihten Glocken (also Kirchenglocken) geläutet wird, dann können Hexen, die ihre Tänze zu Ehren des Teufels abhalten einem nichts anhaben. Um Vieh und Haus zu schützen wurde in dieser Nacht geweihtes Salz auf die Türschwellen der Ställe und Häuser gestreut.

 

Die Besen wurden in dieser Nacht mit dem Reisig nach oben aufgestellt. Mancherorts war es üblich, dass junge Männer mit Peitschen knallend durch die Straßen zogen.

 

Wer in der Walpurgisnacht einen Gundelrebenkranz trug (Gundermann oder Gundelrebe ist ein Kraut das überall wächst), erkannte angeblich alle Hexen!

 

Wer wissen wollte, ob der Geliebte treu bleibt, der pflanzte in der Walpurgisnacht zwei Vergissmeinnicht auf einen Stein mit etwas Erde. Wuchsen die beiden Pflanzen aufeinander zu, so würde der Geliebte treu bleiben und eine Hochzeit bevorstehen.

 

 

Maibaumkraxeln

 

In vielen Orten Österreichs findet am 1. Mai das Maibaumkraxeln statt. Nach altem Brauch versuchen Burschen und jungen Männer bis zum ersten Kranz zu gelangen, um ein Stück vom Grün zu erwischen. Die Maibäume erreichen dabei nicht selten Höhen bis 25 Meter und mehr. Der Stamm ist geschält und mit Seife eingeschmiert.

 

Maibäume haben eine lange Tradition. Dabei handelt es sich meistens um eine Fichte oder Tanne, die entrindet und mit einem Kranz geschmückt wird. Je nach Ort wird der Maibaum entweder drei Tage oder am Abend vor dem 1. Mai aufgestellt - meistens in der Dorfmitte. In ländlichen Gegenden hat die Zeche des Dorfes oder die Landjugend die Aufgabe, den Maibaum zu bewachen. Schließlich kann es vorkommen, dass der Baum (wenn er nicht allzu groß ist) entweder gestohlen oder - noch schlimmer - umgeschnitten wird. Passiert das, ist das eine große Blamage für die Maibaum-Verantwortlichen.
 
Am 1. Mai findet dann das traditionelle Maibaumkraxeln statt. Dazu versuchen meist Burschen wie auch Männer, bis zum Kranz - der meist an der Spitze des Maibaums hängt - zu klettern und ein Band mit zur Erde zu bringen. Meist gibt es Preise für den besten Kraxler. Am Rand des Maibaumkletterns gibt es mancherorts auch den Brauch, die exakte Länge des Maibaums zu schätzen. Wer die Länge errät oder am nächsten dran ist, dem gehört er.

 

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